Bairoda

Am Oberlauf des Farnbach, südöstlich von Bad Liebenstein, umgeben von weiten Wiesen und Feldern, liegt Bairoda. Der Fluss markierte seit dem Spätmittelalter einen Grenzabschnitt der Burgherrschaften Liebenstein und Wallenburg. In der Ortsmitte ist dieser Grenzverlauf noch durch die 1000-jährige „Bairodaer Linde“ und einen hessisch-preußischer Grenzstein präsent. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bairoda 1194. Es ist heute noch landwirtschaftlich geprägt und profitiert von seiner guten Wohnlage in der Vorwaldlandschaft. Aktuell leben hier rund 270 Menschen. Alljährlich am 1. Mai findet das traditionelle Backhausfest und Schleppertreffen statt. Um die Zukunftsfragen des kleinen Örtchens kümmert sich seit 2017 die die Bürgerinitiative „Zukunft Bairoda“.

Kurz informiert

Einwohner: 2018: 274 (-2) • 2017: 276 (+7)

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Lage und Landschaft

Am Oberlauf des Farnbach, südöstlich von Bad Liebenstein, umgeben von weiten Wiesen und Feldern, liegt Bairoda. Der Fluss markierte seit dem Spätmittelalter einen Grenzabschnitt der Burgherrschaften Liebenstein und Wallenburg. Am rechten Ufer befand sich Grossendorf und am linken Flussufer das ursprüngliche Beirode. Vor den Ortstoren ist das „Bairodaer Landwehr“ heute als Bodendenkmal gut erkennbar. In der Ortsmitte ist dieser Grenzverlauf noch durch die 1000-jährige „Bairodaer Linde“ und einen hessisch-preußischen Grenzstein präsent.

Bairoda liegt zudem unmittelbar an der sogenannte Stahlbergstörung, die den Südrand des Thüringer Waldes markiert. Vom Storchsberg südwestlich der Ortslage hat man eine herrlichen Aussicht in Richtung Trustetal und Brotterode. Dieser Ort wird täglich von Bad Liebensteiner Kurgästen als Wanderziel angesteuert.

Durch Bairoda führt der 17 Kilometer lange „Breitunger Rennweg“ oder auch „Brücknersche Rennsteig“. Der Meininger Landeskundler Georg Brückner (1801–1881) hat diesen Grenzweg als Ur-Rennsteig bezeichnet, da er ihn als eigentlichen Fortsetzung des Rennsteigs ansah.

Geschichte(n) und Menschen

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bairoda 1194. Es ist heute noch landwirtschaftlich geprägt und profitiert von seiner guten Wohnlage in der Vorwaldlandschaft. Innerhalb der dörflichen Struktur hat sich eine vorherrschend Wohnnutzung etabliert. Vor allem entlang der Dorfstraße gibt es zudem einige Handwerksbetriebe und Gewerbe. U.a. ein Busunternehmen, ein Fahrradgeschäft oder einen Betrieb für Garten- und Landschaftsbau. Aktuell leben hier rund 270 Menschen.

Alljährlich am 1. Mai findet das traditionelle Backhausfest und Schleppertreffen statt.

Beim sogenannten Schlösschen Bairoda handelt es sich um eine 1860 erbaute Villa. Bis 1920 diente es als Landgut, danach gab es verschieden Nutzungen, z.B. als Internat. Heute betreibt die Volkssolidarität im Schlösschen eine Seniorenpflege mit 40 Plätzen.

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Zukunft Bairoda

Die Gestaltung ihres privaten Lebensbereiches nach den persönlichen Wünschen und Vorstellungen ist wohl Ziel der meisten Menschen. Manche möchten darüber hinausgehen und auch ihr kommunales Umfeld mit- und weiterentwickeln. Mit genau dieser Zielstellung wurde in Bairoda 2017 eine Bürgerinitiative gegründet. Der Name „Zukunft Bairoda“ ist dabei als Auftrag und Programm zu verstehen: Die Initiatoren richten den Blick nach vorne und wollen die Zukunft ihres Ortes aktiv gestalten. Anlass zur Gründung der Bürgerinitiative war das Hochwasser, das am 25./26. Juli 2017 über Bairoda hereinbrach und an Grundstücken, Gebäuden und Inventar Schäden verursachte. „Dagegen muss etwas unternommen werden“, so lautete die einhellige Meinung der Einwohner, klar war aber auch, dass Bairoda „mit einer Stimme sprechen“ muss.

Mehr Informationen

→ Bürgerinitiative „Zukunft Bairoda“

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