Meimers

Der kleine Ort im Tal des Grumbach wurde 1250 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In den überlieferten Quellen taucht Meimers unter verschiedenen Namen auf.  Ursprünglich dürfte der Ort eine Bezeichnung wie Aginbrachts, Aganberchts oder Einberchts Hof getragen haben. Ehemals rein landwirtschaftlich geprägt, hat sich das ehemalige Küchendorf vor den Toren Bad Liebensteins zum beliebten Wohnstandort entwickelt, in dem rund 350 Menschen leben. Vereinzelt wird noch aktiv Landwirtschaft (z.B. ein Biohof) betrieben.

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Einwohner: 2018: 352 (+4) • 2017: 348 (-18)

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Der Ortsname

In den überlieferten Quellen taucht Meimers unter verschiedenen Namen auf: 1330 als Meimbrechts, 1340 als daz Einbrechts, 1390/1400 als Meinbrechtis, 1585 als Meymers. Ursprünglich dürfte der Ort eine Bezeichnung wie Aginbrachts, Aganberchts oder Einberchts Hof getragen haben. Die Besonderheit des Namens: Er gehört zu den sogenannten genetivischen Ortsnamen. Das Grundwort (-dorf, -siedlung und hier wahrscheinlich Hof) ist verschwunden. Übrig geblieben ist der Personenname mit Genitivendung und die Reste der ortsangebenden Präposition zu dem/an dem (also m). So wurde aus einem nach einer Person benannten Hof das Dorf Meimers.

Zum Nachlesen:
Online: https://www.mdr.de/mdr-thueringen/service/ortsname-meimers100.html
Print: Zwischen Ruhla, Bad Liebenstein und Schmalkalden (Werte unserer Heimat, 48). Berlin 1989, S. 107.

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Geschichte und Leben

Der kleine Ort im Tal des Grumbach wurde 1250 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Er gehörte zum Kloster Hersfeld und bestand aus mehreren Gütern. Seit dem 16. Jahrhundert bildete der Farnbach die Landesgrenze des Herzogtums Sachsen-Meiningen zur hessischen Herrschaft Schmalkalden. Aus dieser Grenzlage und der Geländetopografie erhielt Meimers eine weilerartige Siedlungsstruktur. Man unterschied in Obermeimers, den Freihof Meimers, das Gut Meimers und Oberfarnbach. Westlich schlossen sich noch zwei Höfe an – Rabelsgrube und der Sorghof. 1952 wechselte Meimers vom Landkreis Meiningen in den Kreis Bad Salzungen. Ab 1974 gehörte Bairoda ebenfalls zu Meimers, bis beide 1993 zu Ortsteilen von Bad Liebenstein wurden. Zu DDR-Zeit bewirtschaftete due LPG Witzelroda die Felder von Meimers. Es wurden Kartoffeln, Getreide und Gemüse angebaut. In einer Baumschule züchtete man Obst- und Nadelbäume und Rosen. Die landwirtschaftliche Tradition und Höfestruktur prägt den Ort bis heute: Aktiv betrieben werden zum Beispiel noch der Lindenhof (ein vielseitiger Biohof) und der Reiterhof Gustke. Heute ist Meimers überwiegend ein Wohnort, in dem rund 350 Menschen leben. Bei Einheimischen und Gästen sehr beliebt ist das Meimerser Landgasthaus „Zur guten Quelle“. Laut Prognose des Stadtentwicklungskonzepts wird sich Meimers innerhalb der Einheitsgemeinde aufgrund der ruhigen Lage und der guten Anbindung an die B19 als nachgefragter Wohnstandort mit vereinzeltem landwirtschaftlichen Nebenerwerb etablieren.

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