Stadtentwicklungskonzept (ISEK)

Wie wollen wir zukünftig in Bad Liebenstein leben und arbeiten? Um diese und viele weitere Fragen geht es in der Stadt­ent­wicklung. Doch jeder Ent­wicklungs­schritt muss gut überlegt, geplant und weitsichtig sein. Dabei hilft seit 2016 das sogenannte Inte­grierte Stadt­ent­wicklungs­konzept (ISEK) – ein übergeordnetes Planungs­instrument für Bad Lieben­stein. Auf mehr als 300 Seiten haben verschiedene Experten unser Siedlungs­gefüge, die Kulturlandschaft und den Verkehr aus­führlich analysiert. Daraus entstehen Ziel- und Maßnahme­pläne und zukunfts­fähige Leit­bilder. Wir stellen Ihnen auf dieser Seite das Warum, Wie und Was des ISEK vor. Die drei themenbezogenen Berichte, Analysen und Vorschläge können Sie als PDF nachlesen.

Ihre Ansprechpartnerin

Frau Ender
Leiterin Amt für Bauwesen und Stadtentwicklung
Dienststelle Schweina
August-Bebel-Straße 12
36448 Bad Liebenstein/OT Schweina
ender(at)bad-liebenstein.de

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Über das ISEK

Warum brauchen wir ein Stadtentwicklungskonzept?

Demografischer Wandel, Abwanderung junger Leute, Fachkräftemangel, Digitalisierung und das Erbe der Industrialisierung: Diese und andere Themen werden uns in Bad Liebenstein immer stärker herausfordern. Darum arbeiten wir aktiv und planvoll daran, dass unserer Stadt die Aufgaben der Zukunft gut lösen kann. Der Zusammenschluss der Ortsteile Bad Liebenstein, Schweina und Steinbach zum 1. Januar 2013 hat einige Anstrengungen mit sich gebracht, zugleich aber neue Möglichkeiten eröffnet: Erstmals ist eine ganzheitliche kommunale Planung in der Region Altenstein möglich. Dazu gehört es, die Zukunftspotenziale Stadt und der einzelnen Ortsteile zu entfalten und trotzdem das historische Erbe zu bewahren. Dies geschieht auf Grundlage des ISEK. Es bildet die Basis für alle Detailplanungen und Maßnahmepläne. Nicht zuletzt ist das ISEK Voraussetzung dafür, dass die Stadt Bad Liebenstein finanzielle Mittel aus der Städtebauförderung beantragen kann.

Wo setzt das Stadtentwicklungskonzept an?

Am Anfang des ISEK standen viele, viele Fragen. Ziel ist es, mithilfe des ISEK gute Antworten zu finden und konkrete Maßnahmen anzustoßen. Gefragt wurde:

  • Wie und wo wollen die Bad Liebensteiner 2030 leben und arbeiten?
  • Wo liegen Stärken und Schwächen der Stadt?
  • Welche Chancen und Risiken gibt es für eine nachhaltige Entwicklung?
  • In welche Richtung soll sich Bad Liebenstein entwickeln?
  • Welche Außenwirkung vermittelt Bad Liebenstein?
  • Wie will sich Bad Liebenstein nach außen präsentieren?
  • Worin liegt das Alleinstellungsmerkmal der Stadt?
  • Wie kann sich die Stadt Wettbewerbsvorteile verschaffen?
  • Wie können langfristige Ziele realisiert werden?

Wie entstand das Stadtentwicklungskonzept?

Zunächst haben die Experten viel Material gesammelt, gesichtet, sortiert und kartografisch aufbereitet. Dazu gehören u.a. die Bauleitplanungen von Bad Liebenstein, der Regionalplan Südwestthüringen und das Landesentwicklungsprogramm Thüringen 2025. Um die demografische Entwicklung einschätzen zu können, haben die Planer Daten des Landesamtes für Statistik und der Stadt Bad Liebenstein ausgewertet. In einem nächsten Schritt wurden Potenziale und städtebauliche Missstände vor Ort aufgenommen und analysiert. In themenbezogenen Arbeitsgesprächen mit Vertretern der Stadt Bad Liebenstein haben die Planer das Leitbild besprochen und erarbeitet. Im Mai 2016 wurde der Arbeitsstand mit den Teilnehmern der Diskussionsrunden, den Mitgliedern des Bauausschusses und der Verwaltung diskutiert und anschließend in mehreren Stadtratssitzungen präsentiert. Im Juni 2016 fand eine Bürgerversammlung statt, in der die Einwohnerinnen und Einwohner ihre Anregungen und Hinweise einbrachten. Auf der Webseite der Stadt Bad Liebenstein war der Bearbeitungsstand abrufbar und alle Interessierten konnten sich mit Kommentaren, Hinweisen und Vorschlägen an die Konzeptersteller wenden. Im September 2016 hat der Stadtrat das ISEK beschlossen.

Wie ist das Stadtentwicklungskonzept aufgebaut?

Das ISEK setzt sich aus drei Teilen zusammen:

Teil A: Siedlungen und Ortskerne
Es wurde vom Stadtplanungsbüro Wilke (Erfurt) erstellt und enthält Analysen und Konzepte zum Thema demografische Entwicklung, Raumstruktur und Rahmenbedingungen, Ortsteile und dem Leitbild.

Teil B: Kulturlandschaft
Die Planungsgemeinschaft (stock Landschaftsarchitekten (Jena) und Rimbachplan (Bad Liebenstein)) haben diesen Bericht erstellt. Er geht auf die Kulturlandschaft Bad Liebensteins ein. Dazu gehören neben kulturprägenden Einrichtungen im engeren Wortsinn unter anderem auch die Natur, Geologie, Denkmale, Sporttraditionen sowie das Wander- und Radwegenetz.

Teil C: Verkehr
Den Bericht hat das Büro Wernigeröder Ingenieurgesellschaft mbH (Suhl) erstellt. Das Verkehrskonzept konzentriert sich auf die Organisation des fließenden und des ruhenden Verkehrs. Überprüft wird zudem das Netz des öffentlichen Personenverkehrs. Auch der Fußgänger- und Radverkehr wird betrachtet.

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